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Big Brother

Marlons Sicht aus Mallorca und seine GedankenNa, wenn dies alles kein Zufall ist. Jetzt gibts es schon seit Monaten in Deutschland Bestrebungen die Bürgerrechte in dramatischer Weise einzuschränken. Der fühere linke RAF-Anwalt Otto Schily, der auf so wundersame Weise die Alt-68-er-Parole vom Marsch durch die Institution als Marsch von ganz links nach ganz rechtsaußen zu verstehen schien, dieser machte den Anfang.

Und dann kam er, Wolfgang Schäuble. Er, obwohl im Rollstuhl sitzend, scheint halb Deutschland und da insbesondere den Freigeistern und Intellektuellen das Fürchten zu lehren. Terror hier und Terror da, Terror allüberall, wo man auch hinschaut. Das ist seit langem die Mission von Schäuble.

Alleine, da war überhaupt kein Terror zu spüren hierzulande, mit Ausnahme eines schon fast zwanghaft wirkenden Psychoterrors eines Innenministers Schäuble und seiner Gesinnungsgenossen im Land. Dies ist zumindest die Auffassung eines nicht mit der Reiszweckendose im Säuglingsalter gepuderten Kolumnisten, und die Zahl der Menschen, die, die hier ein gigantisches Terrormärchen sehen, dessen Motiv eher beim großen Bruder drüben in Amerika zu suchen ist, die wächst immer mehr

Big Brother is watching you, viele kennen die Vision einer totalitären, von einigen wenigen kontrollierten Welt, geschrieben noch lange vor dem zweiten Weltkrieg von einem ganz besonders weisen Mann. George Orwell war sein Name, und wer dieses Buch nicht kennt, der sollte es schon im Eigeninteresse spätestens jetzt einmal lesen.

Ich kann mich nicht des Eindrucks erwehren, dass sich einige ganz besonders Mächtige in unserer Welt dazu berufen fühlen, genau dieser Welt habhaft zu werden. Viel zu viel stimmt einfach nicht mehr, wenn man einmal hinter die Kulissen schaut. Nicht wenige Kriegs- und Terrormeldungen vergangener Monate stinken zum Himmel, wenn man sich nur die Mühe macht einige Hintergrundinformationen im Web einzuholen.

Die USA beschneiden kontinuierlich die Bürgerrechte in ihrem Land, seitdem George W. Bush regiert. Er besetzte nach und nach die höchsten Richterämter seines Landes mit äußerst reaktionären Kräften. Die Folgen schon heute, es geht unter Anderem wieder gegen Farbige und Homoxesuelle.

Der Marsch durch die Insitutionen in westlichen Demokratien funktioniert dort wie hierzulande unter Einsatz riesigen Kapitals und der Hinzuziehung der Massenmedien. Und genau diese kauft man am besten gleich, wenn man sich nicht in anderer Weise mit Ihnen verbünden kann. Dann brauchts auch gar kein Militär. Das wäre denn auch viel zu subtil, und sicherlich auch nicht so einfach umsetzbar.

Aber der Mensch glaubt, wie wir alle längst wissen, zunächst einmal das, was er liest und auch das, was er vor seinen eigenen Augen sieht. Fette Schlagzeilen und schöne, grosse Bilder zum Beispiel. So wie heute, als Deutschlands Massenblatt Nummer eins in ganz Europa einen Terrorsommer sieht, obwohl das, was dieser Tage geschehen ist auch schnell einmal gegenteilige Schlüsse zulassen.

Dazu zeigt man einfach ein gerade eben explodiertes, brennendes Auto an einem Flughafen in Großbritannien. In einem Land, welches seit Jahren bereits durch und durch überwacht wird, und in dem daher Handlungen der al-Qaida eher unwahrscheinlich und daher unglaubwürdig erscheinen.

Und wenn es denn doch so ist, dann könnte man eher daraus schliessen, daß Überwachungen und Beschneidungen der Bürgerrechte wie in Großbritannien doch keine Wirkung haben, und daß man sie daher auch gleich lassen kann. Und dann sollte man sich vielleicht doch einmal überlegen, ob es richtig war Krieg in Afghanistan, Irak oder auch woanders zu führen.

Genauso die Ereignisse am Flughafen von Ibiza. Irgendwer ruft an und erzählt von einer Bombe. Der Name ETA bietet sich da geradezu an. Man räumt den Flughafen, sprengt ein Gepäckstück, was war drin, gar nichts. Aber die Schlagzeile Terror, die passt schon wieder einmal. Sie tut anscheinend gut, denn sie macht ja auch Angst.

Und genau das spielt wieder den Schäubles und Becksteins in die Hände. Und die reiben sie sich in diesen Stunden vielleicht schon, angesichts der Bildzeitungsschlagzeilen und ihrer Wirkung auf das deutsche Duckmäuservolk. Das klingt vielleicht sehr hart, aber genau das sind wir ja leider. Alles gute Soldaten ohne Rückrat, immer schön ja sagen und ducken.

Polens Staatsführung hat vor kurzem Parallelen eines Deutschland 2007 zum Deutschland der 30-er Jahre gezogen. Fürwahr starker Tobak, oder doch nicht?



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