Harte Bandagen
Harte Bandagen soll es im Online Business geben, wie man nun wieder hören konnte. Vor allem da wo man noch richtig dicke Geldbündel verdienen kann, da wo sich dann Hedge Fonds und andere Big Player positionieren und dann nahezu jedes Mittel anwenden, damit sie von den vielen Penunzen möglichst viel, wenn nicht sogar den weitaus größten Teil abbekommen.
Es ist überliefert und kann daher als gesichert gelten, dass die Sitten und Bräuche Jahr für Jahr immer rauher und rauher werden, wenn nicht sogar schmutziger die richtige Definition dafür wäre. Der jüngste Fall dieser Art, der einem Kolumnisten zu Ohren gekommen ist, spielt in der Werbebranche. Genauer gesagt in der Online-Werbebranche.
Da geht es, wie man weiß, um Milliarden Werbeetats, die da in den Chefetagen tausender Unternehmen Jahr für Jahr aufs Neue ausgegeben werden. Der nationale und auch globale Kampf um Marktanteile ist es, der es erfordert, dass Geld in der Werbung auch nur dahin fließt, wo dann auch etwas für die Werbenden zurückkommt.
Ein Kolumnist mußte sich in den letzten Tagen erst einmal etwas tiefer in diese doch sehr fachspezifische und abstrakte Materie einarbeiten, aber je mehr ich das tat, desto spannender wurde das. Und als ich alle Zusammanhänge so eingermassen begriffen hatte, da wußte ich, dass ich ganz einfach den falschen aller Berufe gewählt habe.
Denn, im Online-Advertising, so nennen es die Fachleute, da geht es um mächtig, mächtig viel Geld. Oder auch im Affiliate-Marketing, was ein eigenständiger und ganz besonders wichtiger Bereich der Werbung im World Wide Web ist.
Wir alle kennen Google, die Suchmaschine Nummer eins, die schöpfen auch bei den Werbeeinnahmen den ganz großen Rahm ab. Wie das bei Monololisten halt so üblich ist, bestimmt dieses Unternehmen dann auch eine Reihe eminent wichtiger Spielregeln, nicht immer zur Freude ihrer Geschäftspartner, Kunden und vor allem auch Konkurrenten.
Neben Google gibt es dann noch sogenannte Werbeagenturen, Premiumvermarkter und Vermarkter, die alle das Gleiche vereint. Sie wollen auch an die Werbemillionen. Die letztgenannten betreuen einen kleinen Prozentsatz sogenannter Premium-Websites, wie z. B. spiegel.de oder auch auto.de oder solche Sachen.
Reichweitenstarke Websites nennt das der Fachmann, was bedeutet, dass da besonders viele Besucher auf diesen Internetseiten surfen. Das ist aber eigentlich keine Google-Konkurrenz, denn das sind noch drei bis vier andere Big Player in diesem goldenen Geschäft.
Obwohl, sie sind eigentlich lange nicht so groß, vielleicht nur einige hundert Millionen Millionen schwer, aber damit noch um ein Vielfaches größer als so ziemlich alles andere in diesem Haifischbecken Online-Werbung. Noch dazu stehen da gar mächtige Konzerne dahinter, deren Größenordnung dann gar nicht mehr so weit von Google ist.
Der Rest, der sich in dem Geschäft noch so tummelt, sammelt mehr oder weniger die Krümel auf, die da so hier und da liegen bleiben, viel mehr ginge da auch gar nicht. Und so teilen sich die Großen friedlich und redlich diese riesigen Geldberge unter sich auf, und die Welt schien für alle so wunderbar in Ordnung zu sein.
Wenigstens für die, die dieses Geld mit großen Schaufeln in den Geldspeichern ihrer Unternehmen anhäuften, denn unter den Webmastern war das allerdings überhaupt nicht so. Webmaster, so nennt man, wurde mir gesagt, diejenigen, die eine Website ins Internet stellen, und die dann einen zumeist verzweifelten Kampf um eine möglichst gute Position bei Google führen.
Und wieso machen die das? Richtig geraten, damit Sie auch etwas Geld mit Online-Werbung verdienen. Denn das geht eigentlich nur dann, wenn man viele Besucher hat. Und wenn man die will, dann kommt man eben kaum an Google vorbei.
Und weil diese Webmaster der Ansicht sind, dass sie nicht genügend verdienen, weil andere den großen Reibach machen, schreien sie seit Jahren immer lauter nach mehr Werbeeinnahmen und auch nach Alternativen am Online-Werbemarkt, eben weil sie sich mit den popeligen Krümeln nicht mehr abspeisen lassen wollen.
Ihre Rufe verhallten jedoch bisher irgendwo in einem Nirvana, bis dann plötzlich jemand kam, der sich des Problems angenommen hatte. Das war ein Anbieter, der zwar nicht die große Asche hatte, also keine große Finanzkraft, aber Ideen hatte der.
Und diese Ideen setzte er dann mittels intelligenter Programmierarbeit um, damit die Webmaster dann endlich die Alternativen erhalten, die diese sich immer gewünscht hatten. Deshalb hat der das natürlich nicht gemacht, der wollte sich ja auch nur ein Stück von dem leckeren Werbekuchen abschneiden.
Aber letztendlich ist das eigentlich auch egal, Hauptsache sollte sein, dass das Angebot einfach besser ist. Was es wohl auch ist, wie man mir von verschiedener kompetenter Seite äußerst fachkundig und glaubhaft erklärt hat.
Aber, was dann geschah, und wieso das beinahe alles bereits nach wenigen Tagen fast gescheitert wäre, das wollte selbst ich zuerst auch nicht glauben, obwohl ich es schwarz auf weiß mit meinen eigenen Augen sehen konnte. Und die Fortsetzung dieser unglaublichen Geschichte, die fast schon Elemente eines Kriminalromans trägt, die lesen Sie bei mir morgen.
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