Die Insel ist auch Dein
Kinder, wo man auch hinschaut. Fröhlich spielend, lachend und schreiend, dabei keinesfalls störend, im Gegenteil. Das Leben pulsiert, hat man den Eindruck. Die Insel Mallorca lebt. Es ist einfach so wunderbar herrlich. So herrlich ansteckend. Es scheint, als wenn auf all diejenigen, die sich in der Nähe dieser zahlreichen jungen Familien befinden, kleine unsichtbare Funken überspringen würden. Der Eindruck zumindest, der so entsteht, der kann einfach nicht täuschen, sage ich mir, während ich wieder einmal an der Platja de Palma die Menschen beobachte. Wie immer habe ich ein Glas Rotwein vor mir, es ist auch dieses Mal wieder ein Sonntag nachmittag.
Ich sitze irgendwo mit Blick auf das herrliche und farbenprächtige Meer, und auf die Menschen um mich herum, natürlich. Diejenigen, deren Alter schon viel weiter fortgeschritten, scheinen mir ebenfalls so viel jünger. Wie das? In den Gesichtern spiegelt sich das Lebensgefühl, das anderen sagen will, wir haben es doch so richtig gut. Hier zu leben, und es auch zu genießen, so lange, wie es dann halt dauert, unser Leben hier.
Ich schaue etwas näher hin, und stelle dann doch fest, so kleine Unterschiede gibt es schon. Es wirkt zumindest so auf mich. Die einen, die sind zuhause auf der Insel, die anderen, die sind es anscheinend nicht. Oder leider noch nicht. Werden Sie es jemals sein?
Egal ob Deutsch, Mallorquin, oder was auch immer. So viele Nationen leben ja so friedlich hier. Schon immer Inselbewohner, oder nicht sehr lange. Wer hierher auf die Insel kommt, und dann alles Bisherige, das was einmal war, woanders, da wo man herkommt, wo man gelebt, wer dies so richtig abschütteln kann, den steckt es dann an. Der saugt es auf. Hungrig, gierig, das volle Leben, eben.
Uns Deutschen fällt es schwer, lese ich dann auch, wieder einmal, aus den Gesichtern um mich herum. Es kann nicht nur die Sprache sein, die Mann, oder auch Frau, nicht versteht. Da steckt mehr dahinter, sinniere ich. Bin ja selbst einmal erzogen, so richtig gut auf Deutsch. Nicht dass alles falsch gewesen, das nicht.
Aber manches. So manches anscheinend schon, wenn man das Leben hier dann irgendwann endlich einmal begreift. Wenn man es denn wirklich einmal begreifen kann. Ich weiß ja noch selbst, wie es ist, wie man sich schwer tut damit.
Wenn es einfach nicht so richtig gelingen mag, das alte abzuschütteln, und das neue hinein zu lassen. In unser tiefstes Inneres. Diese schöne, und doch so andere neue Welt um uns herum. Auch wenn wir uns dies eigentlich doch so gerne wünschen. Wünschen, daß es von uns endlich einmal Besitz ergreift, dieses neue Leben hier. Ein Leben, das so voller Glück und Zufriedenheit, so gelassen und sorgenlos scheint.
Versuchts einfach, ist nicht so schwer, wies zunächst scheint. Machts doch wie ich, setzt euch mal hin, trinkt ein Glas Wein, lebt euren Traum, genießt das Meer. Ich wünsche es euch, ganz ehrlich, allzusehr.
Liebe Grüße von einer ewig jungen Insel. Einer Insel, die jung und fröhlich macht, und auf der noch so mancher Traum in Erfüllung gehen wird. Auch für euch, die ihr es euch doch noch so schwer macht.
Auch für euch, da bin ich ganz sicher. Herzliche Grüße von meiner und eurer Insel, der Insel Mallorca,
Ihr Marlon
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