Globalfiasko

Zu vieles ist es, das an der Politik dieses wirtschaftlich mächtigen Landes in den letzten Jahren fehlgeleitet erscheint. Das kapitalkräftigste Land Europas, Deutschland, welches seine Wirtschaftskraft auch und vor allem dem disziplinierten und fleißigen Engagement seiner Bürger zu verdanken hat, könnte auf dem Weg sein, bitter für die Irrtümer einer global ausgerichtete Politik vieler zurückliegender Jahre zu bezahlen.
Die Idee einer Öffnung nach außen, ohne Berücksichtigung der jeweiligen Motive, die sicherlich zum Teil gegensätzlicher Natur waren, erklärte man dem Bürger seinerzeit mit der Aussicht auf weiterhin steigenden Wohlstand, mit einer noch besseren Perspektive für alle auf dem Arbeitsmarkt, mit weniger Sorgen und Nöte.
Gegen große Bedenken und Widerstände des weitaus größten Teils der deutschen Bevölkerung wurde mit der DM die Leitwährung Europas abgeschafft, und dennoch hatten die Bürger seinerzeit den, wie man mittlerweile weiß, völlig falschen Versprechungen einer, wie ich meine, außerordentlich inkompetenten Politik vertraut.
Einer Politik, die entweder knallhart profitorientiert war, oder die globale Träume auf eine erschrecken naive Weise umzusetzen versuchte. Naive Politiker, deren einziger politischer Verdienst es immer gewesen ist, das hart verdiente Geld der Bürgern hierzulande auszugeben, ohne daß sie eine doch so wichtige, und unerläßliche, eigene Erfahrung mitbringen konnten.
Die Erfahrung, die sie überhaupt erst zur Vewendung von Steuergeldern hätte befähigen können, nämlich die Erfahrung, am eigenen Leib zu spüren, wie es ist Geld mit eigener unternehmerischer Arbeit zu verdienen. Zu überleben ohne jegliche fremde Hilfe, aus eigener Kraft, ohne Fördertöpfe, Lobbyismus und vielen anderen Begünstigungen mehr, so wie es viele hier, die anderen die Arbeit geben oder die steigende Zahl derer, die sich immer öfter aus der Not heraus, in eine Selbständigkeit begeben.
Nach dem diese damaligen Versprechungen nicht eingehalten wurden, und ein Teil derer, die diesem Land dieses Fiasko bescherten, sich auf ihre von Steuergeldern finanzierten seidenen Ruhekissen begeben haben, erklärte der andere, größere Teil dieser Politik, nahezu alle waren sie ebenfalls an dem Fiasko beteiligt, sie haben es mitgetragen, sie erklären dann dem gleichen Bürger, völlig ungeniert, man müsse sich jetzt den Gesetzen einer Globalisierung beugen. Man müsse verzichten, weniger Lohn, eine höhere Abgabenlast, mehr Arbeitslose, oder Arbeit zu Niedrigstlöhnen.
Gleichzeitig erreicht die staatliche Regelungswut neue Höhen, in einer Art und Weise, die vermehrt Selbständige aus Deutschland weg, in andere Länder vertreibt.
An Wohlstand für die meisten Bürger hierzulande ist schon lange nicht einmal mehr zu denken, nackte Überlebensängste quälen immer mehr Menschen, mittlerweile auch schon in wachsendem Maße in einem mittelständigen Umfeld. Eine politische Bankrotterklärung nach der anderen, für die Bürger am eigenen Leibe zu spüren, wird retuschiert mit einerseits immer ausgefeilteren Statistiken, zum anderen erkannte man schnell, amerikanische Vorbilder sei Dank, die großen Möglichkeiten medialer Darstellungsformen.
Die wachsende Ohnmacht der Menschen hierzulande, man sieht es gern, steigt äquivalent mit dem Desinteresse an einer Politik, der man schon lange keinen Glauben mehr schenkt, von der man sich abwendet, die man insgeheim Lügner nennt, und in dessen Schicksal man sich einfach zu fügen gedenkt.
Die Politik allein, schaut weiterhin ganz unbekümmert drein. Und bevor der Bürger sich dann doch was denkt, vielleicht, was ist das für wirrer Rat, welcher hier mein Schicksal lenkt. Und bevor es ihn vielleicht doch einmal auf unsere Straßen drängt, wird jetzt ganz schnell auch noch die Verfassung eingeschränkt.
Das Tagesgeschehen - kommentiert von Valentin Moser
Weitere Artikel in der Rubrik Globalisierung:
