Für wen denn
Es ist eine alte Weisheit, dass sich ein souveräner Staat nicht erpressen lassen sollte. Die derzeitigen schrecklichen Vorgänge, mit der Erschiessung der ersten deutschen Geisel in Afghanistan seitens der Taliban, sprechen dem nicht entgegen, dennoch zeigen sie das Versagen einer deutschen Bundesregierung sozusagen auf der ganzen Linie auf. So sehe dies nicht nur ich am heutigen Tag.
Wie oft hat sich unsere Regierung zu recht vorhalten lassen müssen, was haben denn eigentlich deutsche Soldaten in Afghanistan zu suchen. Wieso muss sich die deutsche Bundeswehr sechzig Jahre nach einem Krieg, in dem Deutschland, seine Politik und sein Militär soviel Schuld auf sich geladen hatten, wieder an Auslandseinsätzen beteiligen.
Wieso müssen deutsche Tornados die Truppen der Amerikaner und anderer Nato-Staaten unterstützen, und sich wahrscheinlich sogar damit auch noch an der Tötung zahlloser Zivilisten mit schuldig machen. Wir erinnern uns, zahlreiche Zivilisten, viele Frauen und Kinder, sogar Babys wurden in den letzten Wochen Opfer der Natobomben.
Wenn dies nicht pervers ist, so meine ich, dann gibt es überhaupt keine Bedeutung mehr für den Begriff Pervertion. Und, noch viel schlimmer, das ganze ist auch noch so unnötig wie ein Kropf. Es hätte gar nicht sein müssen. Wieso denn unbedingt deutsche Soldaten in Afghanistan.
Der von seiten der Amerikaner initiierte Einsatz in Afghanistan scheint genauso wie der Einsatz im Irak und seinerzeit in Jugoslawien auf einem Gebilde aus bewusster Fehlinformation der westlichen Öffentlichkeit zu beruhen, zu einem wesentlichen Teil auf amerikanischer Propaganda, und damit zumindest auf einen nicht geringen Anteil an Lügen zu basieren.
Selbst die Darstellung der seinerzeitigen Terrorereignisse in New York und Washington werden seit längerem von vielen Fachleuten angezweifelt, und genau diese Ereignisse sind es, auf der alle weiteren Kriegshandlungen der Amerikaner in den Folgejahren bis heute basieren.
Die Weltöffentlichkeit wendet sich zunehmends von einer amerikanischen Politik ab, deren Motiv alleine nur noch von Macht, Geld, Einfluss und der Ausbeutung natürlicher Ressourcen auf Kosten der übrigen Welt gesteuert zu sein scheint.
Immer weniger von dem, was das Weisse Haus in Washington in Bezug auf Afghanistan oder den Irak verlautbaren lässt, wird von denen, die dies vernehmen, überhaupt noch geglaubt. Eine übergrosse Mehrheit der Bürger der westlichen Demokratien lehnen die amerikanische Verhaltensethik als zutiefst unmoralisch und gesetzeswidrig ab.
Die amerikanischen Geheimdienste waren in den letzten Jahrzehnten an zahlreichen Verbechenshandlungen gbeteiligt. Man kann dies ganz offiziell auf zahlreichen Internetseiten nachlesen, selbst auf ihren eigenen Webseiten mussten sie derartige schlimme Sachverhalte auf Beschluss des obersten US-Gerichtshofes offenlegen.
Und genau diese amerikanischen Geheimdienste haben in den letzten Jahrzehnten in Afghanistan und im Irak, wie viele vermuten, wiederum ihre schmutzigen Finger im Spiel. Die Weltöffentlichkeit versucht man nach alter Geheimdienst-Tradition mit bewussten Desinformationen oder gar Falschmeldungen zu manipulieren, obwohl man weiss, dass im Zeitalter des Internet so manche Wahrheit dann doch irgendwann ans Licht kommen wird.
Unzählige Taten der Amerikaner und Briten im Irak sind dermassen schmutzig, dass es nicht wenige hier in den westlichen Demokratien einfach nur noch anwidert. Und gegen den Rat vieler Insider musste die deutsche Bundesregierung ausgerechnet unsere Soldaten nach Afghanistan senden. Völlig unnötig, und von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Die Geschichte Afghanistans lehrt dies in geradezu anschaulicher Weise.
Man nahm mit diesem Beschluss bewusst in Kauf, dass Deutsche wieder einmal in Kriegshandlungen getötet werden. Deutsche Soldaten in Afghanistan getötet, wieso eigentlich. Und jetzt noch deutsche Zivilisten. In diesem Fall deutsche Ingenieure, die man dort hinschickt, wohlwissend um die Risiken. Diese werden nun mit der Ermordung durch die Taliban gleichzeitig auch Opfer einer fehlgeleiteten deutschen Regierungspolitik. Es war einfach unnötig.
Wieso müssen wieder deutsche Familien trauern um ihre Söhne, Brüder und Väter. Für was denn. Für wen eigentlich. Für einen amerikanischen Bündnispartner, dessen Motive und Handlungen zunehmend unmoralischer und unethischer werden?
Wenn sie mich fragen, liebe Leser, ich bin der Auffassung die falschen Deutschen sind in Afghanistan. Wir sollten am besten alle diejenigen dort hinüber schicken, die den Einsatz in Afghanistan beschlossen haben. Denn dann, und ich fürchte auch jetzt wieder, nur dann würde der dringend notwendige Denkprozess in den Köpfen dieser Bundestagsabgeordneten in dieser Sache endlich einmal einsetzen können.
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