Auf die Knie!
Dieser Dienstag Morgen auf Mallorca könnte sich im Rückblick, vielleicht sogar am nächsten Wochenende schon, als ein angenehmer Tag für einen Kolumnisten erweisen. Wenn es nämlich stimmt, was aus den Reihen der Unió Mallorquina gestern Abend zu fortgeschrittener Stunde zu vernehmen war, dann scheint dieser Kolumnist doch wieder einmal so richtig schön ins Schwarze getroffen zu haben.
Dies klappt leider nicht immer, aber hier scheint sich meine starke Vermutung bestätigt zu haben, daß Jaume Matas in seinen zurückliegenden Regierungsjahren einigen Politikern um Maria Antonia Munar, wenn nicht sogar ihr selbst, heftig auf die Füße getreten haben könnte.
Die Wunden, die in der Sitzung der Unió Mallorquina am gestrigen Tag herauszulesen waren, scheinen besonders tief zu sein. Die Unió Mallorquina hat sich ohne spürbare kontroverse Diskussionen in klarer Mehrheit für eine Koalition mit dem linken poltischen Flügel um die PSOE ausgesprochen. Jetzt wird Jaume Matas erheblich Federn lassen müssen, sollte er doch noch einmal die UM zum Umdenken bewegen können.
Allerdings wäre jede andere Entscheidung am gestrigen Tag auch eine Bankrotterklärung in Strategiefragen für die Vorsitzende der UM und Inselratspräsidentin María Antonia Munar gewesen. Die Dame ist ihrer starken Verhandlungsposition ganz sicher bewusst, und ich bin jetzt einmal gespannt, wie tief sie Jaume Matas denn in die Knie zwingen kann.
Er wird jetzt, ganz gegen seine selbstbewusste Art, mehr als nur einen symbolischen Kniefall vor María Antonia Munar vollführen müssen, sollte er doch noch einmal für weitere vier Jahre in seinem hochdotierten und vor allem einflußreichen Balearen-Chefsessel sitzen dürfen. Ich persönlich bin mehr als gespannt, ob und was Jaume Matas nun alles mit sich anstellen lässt.
In meinen Gedanken sehe ich schon eine peitschenschwingende María Antonia Munar vor meinen Augen, die, so will es meine wie immer blühende Fantasie, in einem lasziv, aber bis oben hin zugelnöpften Domina-Lederoutfit diesem nicht wenigen auf der Insel zu selbstherrlichen Herren der Schöpfung nun einmal zeigt, wo und vor allem wie der Barthel den Most in den nächsten vier Jahren holen wird.
Und bei diesem Gedanken, der mich auch etwas an die Fürther CSU-Landrätin Pauli erinnert, die noch vor wenigen Wochen in einer derart für nicht wenige Zeitgenossen sinnlich-erotischen Bekleidung das Titelblatt eines Magazins schmückte, da hat es mich doch glatt von meinem Stuhl gehauen.
Während ich mir die Freudentränen aus den Augen wische, und es bedaure, daß ich dies hier nicht auch noch mit einer entsprechenden Grafik illustrieren kann, grüße ich auch schon wieder alle meine Leser.
Wie immer gehen meine herzlichen Grüße zunächst hinüber nach Deutschland, und danach gleich an alle hier auf meiner Insel,
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