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Elementares

Marlons Sicht aus Mallorca und seine GedankenHeute ist es endlich soweit. Mallorca wählt. Hoffentlich, sage ich mir, tun sie es auch. Denn dies ist nicht nur meine größte Sorge in der letzten Zeit.

Auch andere, denen Werte wie Anstand, Aufrichtigkeit und soziale wie ethische Verantwortung etwas bedeuten schauen besorgt auf diesen heutigen Tag.

Selbst Peter Maffay als Mallorca-Insider sieht es mit großer Sorge, daß sich Lobbyismus und Korruption für ewig und immer auf der Insel Mallorca einnisten könnten, so wie es vielleicht zu oft üblich war und ist in unser Welt.

Einer Welt voller Egoismus und verlogener Moral, in der es nur hin und wieder einmal einen Lichtblick in Gestalt eines wirklich aufrichtigen Menschen in politischer Verantwortung gibt. So ist dies zumindest meine harte Sicht der Dinge.

Lobbyismus hat nichts zu suchen in einer verantwortungsvollen und vor allem gerechten Politik, auch wenn das letztere nahezu ein Ding der Unmöglichkeit ist, wie ich freimütig zugeben muss. Jedoch ist Lobbyismus der Alltag hier wie überall, gemäß dem unheilvollen Vorbild eines Landes, in dem als Folge dieser Art von Politik leider nur noch ein gutes Drittel des Volkes überhaupt noch wählen geht.

Die Rede ist von den Vereinigten Staaten von Amerika, einmal Land der scheinbar unbegrenzten Möglichkeiten, die sich in der Geschichte jedoch nur zu oft schon als ziemlich beschränkt dargestellt haben. Dort mobilisieren die politischen Parteien unter Einsatz von riesigem Kapital dann gerade noch einmal diejenigen, die sie benötigen. Und eine wirkliche Alternative hat das Volk dann eigentlich nicht, wie man es auch dort bei der letzten Präsidentenwahl so eindrucksvoll wie schauerlich sehen konnte.

Teufel oder Beelzebub heißt es hoffentlich hier auf Mallorca nicht, wenngleich nicht wenige der Auffassung sind, daß die beiden hier sowieso schon am Ruder sitzen und deshalb endlich wieder einmal abgewählt werden müssten. Nun würde ich hier nicht gleich den Leibhaftigen persönlich an den Schalthebeln der balearischen Macht gesehen haben, aber ein regelmäßiger Wechsel der politischen Verantwortung ist schon fast als ein Zeichen demokratischer Selbstreinigung anzusehen.

Man muß jedoch auch konstatieren, ein Volk wählt und bestimmt, und entscheidet damit letztendlich auch, wie sich wer in dieser Politik benimmt. Und auch und gerade ein Kolumnist ist Demokrat genug, um zu wissen, daß ein jeder wählt nach seinem eigenen und besten Gewissen. Und wenn denn dann zu schlucken sind gar einige der bitteren Pillen, dann war es trotz alledem und immer noch des Wählers freier Willen.

Und der wird dann auch zu respektieren sein, sei es von der Opposition oder von der Journaille. Und den respektiert dann auch ein Kolumnist, dessen harte Kritik für die Betroffenen nicht immer einfach zu ertragen ist. Aber dies ist, wie auch das Akzeptieren einer Wahlentscheidung, ein elementarer Teil einer Demokratie unserer Zeit. Und daß dies wiederum so ist, gibt Mut und Hoffnung, und es zeigt, daß man zum Glück nicht sagen kann, wo man auch hinschaue sehe man dann nur noch großes Leid.


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