Für und wider
Es wird weiter fleißig gebaut auf Mallorca. Allen Unkenrufen und Protesten zum Trotz wird weiterhin ein Großprojekt nach dem anderen ins Leben gerufen. Wenn ich ganz ehrlich bin, empfinde ich einen großen Zwiespalt in der Beurteilung der Situation unserer schönen Insel.
Auf der einen Seite stehen die Argumente der Kritiker der weiterhin geplanten Expansionspolitik, auch der bekannte Popsänger und Mallorca-Engagierte Peter Maffay ist mit dabei.
Sie meinen die Insel könne nicht mehr verkraften, und verweisen dabei unter Anderem auch auf die knappen Wasserreserven, die in den künftigen Jahren einmal zu einem existentiellen Problem werden können. Man denke nur auch an den Klimawandel, sagen sie, und daß die Tourismusausrichtung weg vom Massen- hin zum Gehobenen Klassentourismus riesige Wasserressourcen verschlänge.
Andere argumentieren gerade in diesen Tagen, man sähe auch gerade jetzt an der drohenden gigantischen Quallenplage, daß irgendetwas im Gange sei mit der Natur. Das Meer sei bereits ein Grad wärmer als üblich, so daß es hier bald haufenweise Strände gäbe, an denen man im Sommer nicht mehr so einfach baden könne.
Die Befürworter dagegen kritisieren die Schlüsse, die die Gegner aus zu wenig empirischem Datenmaterial ziehen würden. Sie sagen, dieses vorliegende Datenmaterial würde den Einfluß des Menschen auf das Erdklima nicht belegen, weil dieses in den Jahrmillionen der Erdgeschichte auch so schon erheblichen Schwankungen unterlegen sei. So hätte es nicht nur Eiszeiten, sondern auch langandauernde Hitzeperioden gegeben, und eine dieser stehe nunmal vielleicht gerade an.
Daher sehen sie auch weitergehende Ressourcen auf unserer schönen Baleareninsel Mallorca. Dazu kämen noch technische Weiterentwicklungen, die es ja schon immer gegeben hätte, und die im Laufe unsere Geschichte letztendlich die Zweifler an dem jeweiligen Fortschritt eines Besseren belehrt hätten.
Des weiteren werden die Befürworter, zumindest hinter vorgehaltener Hand, auch auf den Geldsegen aus Brüssel verweisen, von dem man nie so genau wissen könne, wann er denn endgültig versiegt. Auch wenn es erstmal noch einige Jahre so weitergehen könne, wie es zumindest nach den jüngsten Gesprächen in Brüssel den Anschein hat.
Wie gesagt, ich kann es nicht beurteilen, denn wenn, dann wäre ich wohl der Liebe Gott, und dieser bin ich zum Glück, muß ich sagen, ja nicht. Weit gefehlt sogar. Ich kann diese Angelegenheit nur aus dem Bauch beurteilen, wie so viele von euch auch. Und ob die immer etwas taugt, dessen kann man ja leider nicht so sicher sein.
Aber des öfteren klappts halt doch ganz gut mit dem Bauch. Und deshalb gibt es heute von mir zu diesem Thema auch eine ganz klare Meinungsäußerung. Glasklar ist für mich die Antwort auf diese brennenden Inselfragen, sozusagen eindeutig. Meine Meinung zu der Frage, Expansion oder nicht, ob dies gut sei für Mallorca, ist, ohne ein Wenn und ein Aber, ein ganz klares klares JEIN.
Ein Herzlicher Gruß geht denn heute einmal an alle diejenigen, die Verantwortung zeigen für die Balearen und Mallorca. Ihr liebt beides hoffentlich genauso wie die Menschen hier und auch ich es tun. Und egal wofür Ihr auch immer seid, vergesst bei allem, was Ihr dann entscheiden werdet, die Schönheit und auch Zukunft unserer Insel Mallorca nicht.
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