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Mallorca Streifzüge

Marlons Sicht aus Mallorca und seine GedankenDie Insel Mallorca in der zweiten Hälfte des Monats August, das Ende des Sommers scheint nun schon sehr nah. Die Streifzüge eines Kolumnisten durch unsere Inselnatur werden nun wieder zahlreicher.

Endlich Wolken am Himmel, mal mehr, mal weniger, aber immerhin. Ob Federwolken, Schäfchen, Schleier, Schicht oder Gewitterwolken, Hauptsache der Himmel wird zumindest teilweise bedeckt. Die gnadenlose Mallorca-Sonne, hie und da verschwindet sie zumindest teilweise hinter einem weissen oder weissgrauen Vorhang.

Und wenn es dann sogar noch anfangen sollte zu regnen, grösser könnte das Glücksempfinden nach unzähligen heissen und trockenen Wochen eigentlich nicht mehr sein.

Und deshalb finden Sie mich dann mittendrin in den schönen Landschaften meiner Baleareninsel. Immer in Bewegung, die Zeit des Herumhockens, des Ausharrens und Versteckens von der afrikanischen Hitze, sie ist nun vorbei.

Spazieren oder wandern, und dabei das Drumherum beobachten. Pflanzen- und Tierwelt scheinen in freudiger Erwartung erfrischender Regenschauer und sinkender Temperturen, das Leben auf Mallorca beginnt endlich wieder zu erwachen.

Wer genau hinschaut, bemerkt des morgens den einen oder anderen grünen Halm auf den weithin verdörrten Wiesen und Feldern. Der Morgentau, er ist wieder da.

Noch wird es zwar einige Monate dauern, bis die Insel wieder in einem satten Grün erstrahlt, aber die ersten Anzeichen hierfür, sie gibt es bereits. Der Herbst auf Mallorca wird dann vermehrt die Wanderer anlocken, hoch hinaus zieht es sie dann, hinauf auf die Kämme des Tramuntana-Massivs.

Dieses majestetische Gebirge, dessen gewaltige Ausmasse niemand vermutet, wenn er es von weitem sieht, und die man auch erst spüren wird, wenn man sich an seinen Berghängen befindet.

Was freue ich mich schon jetzt auf diese unglaubliche, atemberaubende Aussicht von ganz da oben, der Blick von den Gipfeln hinunter auf die Niederungen, auf die Grosstadt Palma und natürlich auf das Mittelmeer.

Die Insel der Kontraste, die gewaltige-schroffe Natur mit unzähligen steilen Gipfeln, Höhlen und Felsbuchten neben den weiten, weissen Sandstränden. Das ist das Mallorca, das ich liebe, und vielleicht ist es auch gut so, dass der hastende Feriengast eine ihm unbekannte und zum Grossteil noch unberührte Natur in seinem Leben nie kennenlernen wird.

Mein erster Gruß geht heute einmal an unsere zahlreichen Urlaubsgäste. Ihr seid immer willkommen, jedoch, wir alle freuen uns auch auf die Zeit, in der wieder etwas Ruhe einkehrt und in der wir unsere Insel alleine geniessen dürfen. Und genau diese scheint nun bald gekommen.

Mein Gruss nach Deutschland ist heute leider mit einer grossen Irritation darüber verbunden, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel mit Hilfe einer Werbeagentur eine Imagekampagne führt, wahrscheinlich auch noch vom Steuergroschen bezahlt. Angela Merkel liebts, mag das, mag dies. Die Bildzeitung druckt den ganzen Mist dann auch noch ab, andere übernehmen dies dann sogar noch kommentarlos.

Gleichzeit Tote Deutsche in Afghanistan, die Menschen in Deutschland haben Angst vor der Zukunft, Lohndumping, Arbeitslosigkeit, Millionen Kinder beziehen Hartz IV, wie nun bekannt wurde, Eltern können nicht einmal mehr die Schulspeisung bezahlen.

Und um von den schlimmen Zuständen abzulenken, betreibt man lieber Schaumschlägerei und wirft sinnleere Nebelbomben. Aber vielleicht kann man es mit euch da drüben wirklich schon so unverblümt machen.

Wie immer auch Grüße an alle anderen hier auf meiner Insel. Einer Insel, auf der das Leben ab jetzt wieder Freude bereitet.



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