Mallorca - die Insel im Sturm
Er kam nicht ohne Vorwarnung. Es ist als wenn Gott uns sagen möchte, bloss nicht übermütig werden, etwas mehr Demut erbitte ich mir, ihr wisst, ich kann auch anders. Es ist gibt nicht nur Eitel-Sonnenschein im Leben. Auch nicht für euch auf Mallorca. In der Nacht war es dann soweit. Der Sturm kam und fegt seitdem über die Insel. Gewaltig, mal mehr mal weniger, ohne Unterlass. Was nicht niet- und nagelfest ist, wirbelt duch die Luft. Mächtige Palmwedel an grossgewachsenen Bäumen verbiegen bis zum Anschlag.
Sie trotzen den Kräften der Natur genau wie die Menschen hier. Es ist nicht der erste Orkan, der über die Insel fegt. Man kennt dies und spricht darüber. Es ist Thema Nummer eins heute. Die Zeitungsfrau an der Ecke, ungewohnt redselig, die Sätze sprudeln nur so heraus, man kenne dies ja, man werde es schon überstehen und man habe ja noch genügend Sonnentage im Jahr zu erwarten.
So sind sie die Menschen hier. Sie nehmen das Leben wie es kommt. Ohne Einschränkung. A Dios rogando y con el mazo dando, hilf Dir selbst dann hilft Dir auch der liebe Gott. So denkt man. So lebt man. Beneidenswert, denke ich manchmal.
Warum sind wir Deutschen nicht so erzogen, wieso glaubt jeder bei uns, die Politik wirds schon richten und wieso glaubt die Politik immer alles richten zu müssen. Wenn nur manches anders wäre, etwas mehr Mallorca auch in Deutschland.
Wie alle hier freue auch ich mich auf die nächsten Sonnentage. Sie werden kommen. Dies ist ganz sicher. Bis dahin herzliche Grüße von einer stürmischen, aber dennoch wunderbaren Insel Mallorca.
Ihr Marlon
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