Nachhaltigkeit
Das Linksbündnis in Palma de Mallorca steht, die Balearenregierung der kommenden vier Jahre hat einen sozialistischen Chef. Die Spatzen auf allen Inseldächern pfeifen bereits seit Tagen für alle laut vernehmbar die für viele auf den Balearen frohe Kunde, auch wenn die offizielle Bestätigung erst in diesen Stunden auf den Weg gebracht wird.
Die Form muss gewahrt bleiben, dies ist ein Gebot politischer Höflichkeit seinem Gegner gegenüber, auch wenn dieser in den rauhen Monaten des Wahlkampfes nicht immer schicklich gewesen ist.
Maria Antonia Munar wird Jaume Matas und seine Regierung längst schon auf gepackten Koffern sitzen sehen, so sie am heutigen Mittwoch die abschließende Kunde vom Linksbündnis übermitteln wird. In den letzten Tagen wurde zwischen der PSOE, Bloc sowie der UM über Zuständigkeiten, über die jeweiligen Kompetenzen verhandelt.
Eine übliche Verfahrensweise bei Koalitionen, die in dem vorliegenden Fall ohne nennenswerte atmosphärische Störungen abzulaufen schien. Man ist sich der Aufgabe nicht nur wohl bewusst, mehr noch, der politische Gegner vereint das Bündnis auf eine Weise, mit der Jaume Matas und seine PP am Wahlabend nicht gerechnet haben dürfte.
Der Mann, der alles dafür unternahm seine absolute Merhheit zu erhalten, steht nun als der große Verlierer da. Das neue Linksbündnis setzt gleich ein Zeichen für die Insel Mallorca, das für die kommenden Jahre hoffnungsfroh stimmt.
Die PSOE will 1,5 Milliarden Euro in ein noch weiter auszubauendes Schienennetz auf den Balearen investieren, fürwahr eine excellente und seit Jahren notwendige Entscheidung. Es sollen neue Zugverbindungen nach Port de Pollença, Alcúdia und Can Picafort führen, denn diese Städte sollen den längst schon überfälligen Anschluss an die Inselmitte bekommen, damit dann irgendwann der Insulaner wie auch der Urlauber von Palma über Inca direkt nach Alcudia gelangen kann.
Eine weitere sinnvolle Schienenverbindung soll es zwischen Manacor und Cala Ratjada geben. Klarer Verstand in den frühzeitigen Planungen zeigt auch die geplante Verbindung des Flughafen mit Arenal, Palma City und Santa Ponca. Hier will man eine S-Bahn bauen.
Dies überzeugt nicht nur, sondern läßt auch erkennen, dass dem neuen Bündnis der Erhalt natürlicher Inselressourcen wirklich am Herzen liegt. Dass im Gegenzug die Mittel für den weiteren Strassenbau auf Mallorca drastisch eingeschränkt werden, ist nur eine weitere logische Folge einer auf Nachhaltigkeit ausgelegten Infrastrukturplanung.
Meine Herzlichen und vor allem erwartungsvollen Grüße gehen deshalb heute, wie könnte es anderes sein, an das neue Linksbündnis auf den Balearen. Für einen Kolumnisten kehrt mit euch die Hoffnung zurück, und damit vor allem der Glaube an eine Zukunft meiner Insel Mallorca.
Herzliche Grüße gehen wie immer auch hinüber nach Deutschland. Dort kann man guten Mutes sein, dass wieder die Vernunft regiert, und dass Mallorca auch in zehn, zwanzig oder noch mehr Jahren immer noch eine Urlaubsreise wert sein wird.
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