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Trocken und schmierig

Marlons Sicht aus Mallorca und seine GedankenWeiterhin Trockenheit auf Mallorca, so langsam breitet sich der grosse Sommer- und Sonnenfrust auf der Insel aus. Jetzt haben unsere Wetterfrösche doch bereits das dritte Mal diesen lang ersehnten erfrischenden Regen vorhergesagt und auch diesmal ist wieder alles trocken geblieben.


Ich schaue in den teils mit Wolken überdeckten Himmel und versuche mir vorzustellen, wie schön es doch wäre, wenn das doch noch klappen würde. Wolken genug sieht man schon länger am Himmel, aber sie regnen einfach nicht ab.


Wie viele der Insulaner würden diese willkommene Abkühlung zu einem romantischen Spaziergang nutzen, was gibt es schöneres als einen Sommerregen auf Mallorca.


Alleine, daraus wurde nichts und das wird auch sicherlich nichts, zumindest abseits des Tramuntana-Gebirges, wahrscheinlich regnete es diese avisierten neunzig Prozent Regenwahrscheinlichkeit ausschliesslich und alleine nur in diesen mächtigen Bergen des eben genannten Massivs so richtig mächtig ab.


Daher müssen wir uns alle nachher einmal mehr in unserem heimischen Ozean erfrischen, denn genau dafür war er seit Menschen Gedenken stets mehr als ideal. Das Mittelmeer rund um die Baleareninsel lacht allen Urlaubsgästen wie Einheimischen nicht umsonst so herrlich verlockend zu, wenn da nicht diese teuflichen Feuerquallen wären.


Millionenfach tauchen sie auf, und vermehren sich derzeit in einer Geschwindigkeit, die ihresgleichen sucht. Das Thema hatten wir bereits, aber es wird immer aktueller und dramatischer.


Alle sind sich uneins was zu tun, die Politik schiebts auf die Fischer, diese wiederum auf die, die nach ihrer Auffassung die grosse Kasse auf Mallorca machen und daher das grösste Eigeninteresse an der Bekämpfung genau dieses Problems haben dürften.


Das sind nach ihrer jüngts öffentlich gemachten Aussage die Hotelbesitzer hier auf der Insel. Und diese Hoteliers sagen aber erstmal nichts, man will sich ja nicht den Mund verbrennen, denn wenn man drauf anspringt, dann kostet das gleich Geld. Denn nur darum gehts, die Fischer fühlen sich erst dann verpflichtet, wenn sie auch entsprechend bezahlt werden, was man im Grunde auch ein klein wenig verstehen kann.


Den Mund verbrennen können sich derweil die anderen, die Touristen, die in Gottvertrauen auf das grosse Urlaubsvergnügen übermütig ins kühle Nass hinabtauchen. Das tut denen dann zwar weh, aber wen juckts, sagt man sich anscheinend, es ist ja schliesslich alles überhaupt nicht lebensgefährlich. Wenigstens nur in Ausnahmefällen.


So in etwa interpretiere ich das, was in diesen Tagen hier auf Mallorca in Bezug auf die Quallenplage abläuft. Man rechnet vermutlich damit, dass diese teuflischen Verbrennungen und die mit ihnen verbundenen Schmerzen irgendwann wieder ausheilen und so vergesslich, wie die Qualle, pardon, der Mensch dann ist, kommen sie alle im nächsten Jahr ja doch wieder zurück auf Mallorca.


Dies gilt ganz sicher für die Quallentiere, so schlau ist man mittlerweile schon, denn nach jüngsten Erkenntnissen kommen sie nun jedes Jahr hierher zu uns, im Gegensatz zu früher. Da waren es gerade einmal nur alle zehn Jahre, die wir von diesen Plagegeistern aufgeschreckt wurden.


Meine heute einmal etwas schmierig-qualligen Grüße gehen zunächst einmal an alle Beteiligten hier, an die Fischer, die Hoteliers und die anderen Beherbungsbetriebe, aber vor allem auch an die Politik. Die Quallen kommen, das sage ich euch, soviel steht schon einmal fest. Bedenkt, die Touristen jedoch, sie könnten Mallorca in Zukunft meiden, weil sie ihnen erscheinen könnte wie eine schlimme Pest.


Der nächste Gruß geht wie immer nach Deutschland. Wie man einmal mehr hört, sind dort wie durch ein biblisches Wunder pünktlich zu den neuen Bahn-Streiks schon wieder die Benzinpreise stark gestiegen. Acht Cent sollen es sein, fast 16 Pfennige auf einmal.


Ich sage dazu nur, wendet euch da alleine an eure Globalisierungspolitik. Sie machen es mit den Multis, mit diesen Grossen in der Welt. Und wie ihr seht, kostet euch dies einmal mehr eine erhebliche Stange Geld. Sie bräuchten euch schon lange nicht mehr qälen, würdet ihr nur an den Wahltagen etwas klüger wählen



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