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Zwei Kühe auf Eis

Marlons Sicht aus Mallorca und seine GedankenJetzt geben Sie es ihm aber einmal so richtig, denke ich mir beim Lesen dieser doch recht unangenehmen Meldung heute morgen. Sie betrifft unsere Insel Mallorca nicht nur mitten in der Touristensaison, nein, sie kommt auch noch in einer anderen Hinsicht, für den einen zumindest, mehr als nur ungelegen.

Dies ist dann schon einmal das Bömbchen Nummer zwei, das man dem Politstrategen Jaume Matas in sein bislang noch recht beschauliches, konservatives Nest legt. Mallorcas Busfahrer wollen streiken. Das ist ja eigentlich nichts Ungewöhnliches, sondern eher der Ausdruck einer intakten Tarifautonomie, könnte man jetzt als neutraler Beobachter der Insel-Szenerie sagen.

Wenn da nicht noch dieser Kommunalwahlkampf wäre, bei dem der eine oder andere jetzt dann doch noch das Nervenflattern bekommen wird. Treffen tut dies natürlich in erster Linie ihn, den Ministerpräsidenten, der sich mit so etwas natürlich nicht so gerne befasst in Wahlkampfzeiten.

Da will er lieber ganz großstaatsmännisch eine Oper bauen. Und da dies auch nur mit Brüsseler Geld geht, mit was will er denn dann noch die Busfahrer bezahlen. Und deshalb schiebt er den schwarzen Peter auch schnell einmal wieder zurück zu diesen Busfahrern, die er jetzt schon einmal vorsorglich für die zu erwartenden Touristenrückgänge der kommenden Wochen verantwortlich macht.

Für die er und seine Politik-Kollegen natürlich nichts können. Wieso auch. In Deutschland hat man sie doch bestimmt gerne vernommen, diese nationalistisch angehauchten Töne des Mallorca Wahlkampfs. Genauso gerne wie auch die Bekanntgabe, daß die Ballermänner jetzt weg bleiben können, wie es drüben zumindest an kam bei dieser Diskussion welchen der fetten Braten man doch lieber hätte.

Das wird doch jeder alles verstehen in seiner Wählerschaft. Oder doch nicht? Wie dem auch sei, nun hat er schon zwei dieser fetten Kühe auf dem Eis, aber er hat ja auch zwei Hände. Mal sehen, was er nun daraus macht, oder ob am Ende dann eine ganze Insel nur noch schäbig lacht.

Leicht hämische Grüße gehen heute einmal an die Inselregenten. Man mag es mir verzeihen, aber Mensch bleibt nun mal Mensch, und wenn man zwischen allen Zeilen liest, dann ist man auch gelegentlich einmal ein Biest.


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