5 plumpe Euro
Es nimmt schon fast groteske und peinliche Züge an, wenn sich Bundeskanzlerin Angela Merkel heute in der Bildzeitung als diejenige präsentiert, die den deutschen Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen zu mehr Geld in der eigenen Tasche verhelfen will, in dem sie ankündigen lässt, im Jahr 2008 vielleicht die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung zu senken.
Mehr noch, nicht wenige halten diese Kampagne der deutschen Bundesregierung zynisch, ist doch mittlerweile nahezu jedem in unserem Land bekannt und auch bewusst, dass die Steuer- und Abgabenbelastung noch nie so hoch war wie gerade jetzt unter der Regierung Angela Merkel. Noch dazu redet man hier von einer Absicht deratiges vielleicht und unter Umständen zu tun.
Die unglaubliche und immer wiederkehrende Chupze an derartigen Meldungen, wenn man näher hinschaut, ist das ganze eigentlich nichts als heisse Luft. Derjenige, der es am nötigsten braucht, würde in dem Fall, dass hier eine deutsche Bundesregierung im Jahr 2008 vielleicht und eventuell eine starke Senkung dieser Arbeitslosenbeiträge beschliessen würde, er würde ganze fünf, sechs oder vielleicht sogar sieben oder acht Euro im Monat mehr in seinem Geldbeutel haben.
Diese fünf Euro müsste er dann noch mit seiner Familie teilen, so dass diese PR-Aktion der Deutschen Bundesregierung als äusserst peinlich einzustufen ist. Ein Kolumnist bezeichnet diese Meldung sogar als Frechheit sondersgleichen, weil sie für diejenigen, die es am nötigsten haben, wie blanker Hohn vorkommen muss.
Wenn man bedenkt, zu welchen Löhnen Millionen von Bürgern hierzulande mittlerweile arbeiten müssen, und wie gering die Kaufkraft des kleinen Mannes in Deutschland unter der Regierung Merkel geworden ist, dann bleibt einem neutralen Betrachter ob soviel Unverfrorenheit schier die Luft weg.
Dass die Bildzeitung sich hier einmal mehr an derartigen Volksverdummungskampagnen im Stile einer Hofberichterstattung beteiligt, beweist wie so oft, wie sie den geistigen Zustand ihrer Leserschaft nun wirklich einordnet. Aber, das ist im Grunde ja nichts Neues.
Schlimmer noch, vor dem Hintergrund des Versagens der Bundesregierung unter der Führung Angela Merkels in Afghanistan, mit immer neuen Meldungen von Greueltaten, von unter Bombenhagel der Nato sterbenden unschuldigen Menschen, zahlreiche Frauen und Kinder sind mit dabei, vor dem Hintergrund der Meldungen über deutsche Opfer, kann diese Kampagne nach Auffassung vieler eigentlich nur als billiges Ablenkungsmanöver angesehen werden.
Man lenkt von den schlimmen Ereignissen in Afghanistan in ganz besonders plumper Weise ab. Dort sterben jetzt sogar deutsche Zivilisten, weil eine deutsche Bundesregierung Angela Merkel Deutschland in einen höchst fragwürdigen Krieg der Amerikaner verwickeln lässt. Mit dem Einsatz deutscher Tornados über afghanischem Luftraum.
Eine Geisel, angeblich an Herzversagens gestorben, obwohl sie Schusswunden in der Brust aufweist. Peinlich und in einem hohen Masse abstossend, das Verhalten der deutschen Politiker, die diesen Einsatz in Afghanistan zu verantworten haben. So empfinden das nicht wenige, hier und heute.
Und es ist ein weiteres Beispiel einer sich auf einem traurigen Tiefstand befindenden politischen Kultur in Deutschland. Einer politischen Kultur, getragen und repräsentiert von deutschen Politikern, die mit Hilfe wohlgesonnener Medien immer noch und immer weiter einen Schein bewahren wollen, obwohl die Fakten offen auf dem Tisch liegen.
Medien, deren Betreiber und Finanziers augenscheinlich die gleichen sind, die den Lobbyismus amerikanischer Prägung nach Europa und Deutschland gebracht haben, bis in die Parlamente hinein.
Dort sitzen jetzt Menschen, die Deutschland und Europa im Sinne einiger weniger einem gnadenlosen globalen Wettbewerb ausgeliefert haben. Deutsche Politiker, die es zulassen, dass der eigene Verbündete, die Amerikaner, Straftaten auf deutschem Boden oder gegen deutsche Bürger begehen.
Ein deutsche Politik, die sich dann noch wundert, wie hehre Werte, Sitten und Bräuche Jahr für Jahr immer weiter verrohen. Und die dann zu guter letzt noch ihrem Bürger mit einem Schäuble Überwachungsstaat drohen.
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