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Bedürfnisse

Marlons Sicht aus Mallorca und seine GedankenErreicht die Schamlosigkeit deutscher Bundestagsabgeordneter in diesen Tagen einen weiteren, vorläufigen höchst unangenehmen Gipfel, wenn nun das Ausmaß ihrer Selbstbedienungsmentalität im Vergleich der Entwicklung der Altersrenten in Deutschland einmal mehr offen zutage treten scheint?

Während dieselben Abgeordneten mit ihren Entscheidungen dafür gesorgt haben, dass die Renten für die Bürger ihres Landes in den letzten Jahren um bis zu fünfzehn Prozent gesunken sind, erhielten Bundestagsabgeordnete im gleichen Zeitraum sie einen deftigen Zuwachs von sechseinhalb Prozent.

Der Präsident des Sozialverbandes VdK, Walter Hirrlinger, warnte denn auch in einem gerade geführten Interview davor, dass die Politik die Alten zu den Dummen unseres Landes machen würde, weil bei den Rentnern auf Teufel komm raus gespart würde.

Der Präsident des Steuerzahlerbundes Karl Heinz Däke meinte zu diesem unsäglichen Sachverhalt, dass diese Zahlen einmal mehr zeigen, wie dringend notwendig eine durchgreifende Reform der Abgeordnetenpensionen sei.

Ein Kolumnist meint hierzu, wieder einmal zeigt sich die immer stärker von purem Egoismus getriebene Denk- und Handlungsweise all derer, die sich irgendwann einmal dazu aufgemacht haben, die augenscheinlich massiv vergoldeten Hebel der Macht zu ergreifen.

Der Bürger hatte es eigentlich schon immer vermutet. Der Weg in die Politik dient für die weitaus grösste Anzahl derer, die sich irgendwann einmal dazu berufen fühlten, auch und vor allem dazu persönliche Bedürfnisse und Eitelkeiten zu befriedigen.

Der blanke Egoismus, gepaart mit einer ungenierten Selbstbedienungsmentalität zeigt sich in einem Politikerprofil, für dass der Bundestagsabgeordnete Friedrich Merz das geradezu perfekte Paradebeispiel zu sein scheint.

Aufgewachsen in einer bürgerlichen Familie, Vater selbst politisch engagiert, in der gleichen Partei, sprich der CDU, hat der Mann bereits als Heranwachsender begriffen, wie das System hierzulande am besten funktioniert. Man studiert Jura, kann dann alles immer fein hin- und herbiegen, wie man es denn braucht, tritt früh ein in die richtige Partei, was in seinem konservativen Umfeld nur die CDU sein konnte, und arbeitet dann fleissig weiter an seiner Karriere.

Nicht vergessen darf man dabei sich in wichtige Seilschaften einzuklinken, politische und wirtschaftliche Seilschaften, die für den weitere Verlauf der eigenen Karriere ausgesprochen wichtig sein können. Und besonders einträglich, wie man dies anhand der zahlreichen Kontakte von Friedrich Merz zur freien Wirtschaft anschaulich sehen konnte.

Kontakte, die dann zu einträglichen Nebenjobs geführt haben. Nebenjobs, deren Dotierung meist ein Vielfaches dessen betragen, was ein normaler Bürger für einen ganzen Monat harter Arbeit jemals verdienen kann.

Und dieser normale Bürger schuftet dann vierzig und mehr Jahre seines Lebens dafür, dass ihm dann Politiker a là Friedrich Merz eines Tages erzählen, dass an seinem Lohn gespart werden müsse, dass die Versorgung im Krankheitsfalle schlechter werden müsse, und dass neben vielen anderen Einschnitten nun auch noch die Altersrente sinken müsse.

Dafür darf dieser Bürger quasi als Belohnung dann, über das fünfundsechszigste Lebensjahr hinaus, noch ein paar Jahre länger arbeiten. Wenn er dies nicht macht, dann kürzt man seine Rente gleich noch einmal. Sso einfach ist das.

Bedanken kann er sich dafür bei Friedrich Merz und seinen, genauso wie er jederzeit gut versorgten, Damen und Herren Abgeordnetenkollegen aus CDU, FDP, SPD, und auch der Partei Grünen. Denn diese treiben ihn seit mehr als zehn Jahren geradezu gnadenlos als willfährige und willenlose Sau durch ein Globalisierungsdorf, welches maßgeblich mit den politischen Entscheidungen eben dieser Politiker erschaffen wurde.



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