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Die Demokratie-Frage

Mallorca und die Demokratie in der EU aus der Sicht des Top-Kolumnisten Marlon auf dem Mallorca-Portal

Ausgerechnet ein Mann jenseits des eisernen Vorgangs, beinahe hätte ich gesagt aus dem Jenseits des ehemals eisernen Vorgangs, musste die jahrezehntelangen Demokratien daran erinnern, dass bei einer Reform der Europäsichen Union vor allem eines das Wichtigste ist, und dass dies noch gänzlich fehle.

Ein Mann, der eines verkörpert, was doch so vielen anderen hier, diesseits des früheren Eisernen Vorgangs, schon viel lange zu fehlen scheint. Freiheit und Selbstbestimmung. Eine demokratische Debatte müsse her, eine demokratische Diskussion. Von den Menschen in den Ländern, und vor allem für die Menschen in den Ländern.

Wie recht der Mann doch hat, jedoch, ich fürchte, dass diese, wahrscheinlich wichtigste Erklärung überhaupt an diesem Jubiläumsgipfel der EU, im allgemeinen Einheitsbrei der offiziellen Erklärungen untergehen wird. Erklärungen, von den Presseabteilungen der jeweiligen Regierungen hin- und her- und abgewogen, zehn- oder mehmals korrekturgelesen, und, schlussendlich feingeschliffen präsentiert.

Václav Klaus war es, der Tschechische Staatspräsident. Er sagt das. Er hat die offizielle Erklärung kritisiert. Zwei Gedanken sinds, die mich bewegen. Dabei. Trotz großer Zustimmung. Natürlich. Als ich in den Nebensätzen, wenn überhaupt, der Agentur- und Pressemeldungen diese Worte von Václav Klaus höre, sage ich mir zum Einen, natürlich hat er recht.

Aber. Wird er gehört? Er? Ein Mann, der selbst kein erklärter Befürworter einer aus Brüssel zentralistisch gelenkten EU ist. Ein Mann, der Margret Thatcher liebt, liberal denkt und handelt, wanns immer geht. Ein Mann, dem schnöden Mammon nicht ganz abgeneigt, der, wie man weiss, die Indiviualität liebt, das Erhalten auch kleinerer Kulturen in Autonomie und Selbständigkeit. Wie es auch die massgeblich durch ihn vorangetreibene Teilung der Tschechoslowakei anno 1993 gezeigt schon hatte.

Wird man so einen Mann anhören, sage ich mir. Ihm überhaupt hier bei uns die medialen Kanäle zur Verfügung stellen? In einer Zeit, in der es oft den Anschein hat, dass wir Menschen absichtlich, und das schon seit so vielen Jahren, mit immer professionellerer Medienarbeit unserer Politik konfrontiert werden. Und, in der diese genau vorherbestimmt, was, wann, wie offiziell verlautbart wird.

Mein zweiter Gedanke. Die Quote. Der Mann ist als pragmatisch bekannt. Die Zeiten, die Menschen, was sind sie doch schlecht. Ich vermags gar nicht auszumalen, nicht auszusprechen. Wird es hier vielleicht dann doch wieder nur die Quote sein? Abgesprochen von allen, Strategie würde mans wieder einmal heissen. Hinterher. Sagen würde mans natürlich nicht.

Eine kleine demokratische Fussnote für alle die hier, die über den Tellerrand hinausschauen, und die die Gefahren einer zentralistisch gesteuerten Europäischen Union, die kleine Kulturen gnadenlos platt wälzt. Bei der Menschen einem schon längst abgehobenen Parlament irgendwo weit weg in Brüssel schutzlos ausgeliefert sind. Mit noch mehr unsinnigen Gesetzen. Und, natürlich, mit Steuern, direkt dorthin zu zahlen, von uns allen.

Ist da was dran, an diesen, meinen Gedanken? Ich würds so gern wissen, jedoch, ich weiss es nicht, aber wundern, nein wundern würds mich wirklich nicht.

Herzliche Grüsse mitten aus der EU, Grüsse von der Insel Mallorca

Ihr Marlon



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