Mostrich
Nach dem Willen einiger Hardliner der Frauenpolitik der Bundespolitik Deutschland soll es für die Herren der Schöpfung jetzt noch schlimmer kommen. Wer in diesen Tagen sich für besonders abenteuerliche Meldungen interessiert - Meldungen deren Sinngehalt allerdings gerade einmal für die direkte Entsorgung in die berühmt-berüchtigte Ablage P wie Papierkorb geeignet ist, und dies am besten auch gleich noch vor dem Lesen - der wird daran interessiert sein, was Antje Hermenau, die Fraktionsvorsitzende der Grünen in Sachsen gerade von sich gegeben hat. Die Frau, die wahrscheinlich nach Auffassung nicht weniger mit dem erotischen Charme einer Dampfwalze oder Ähnlichem ausgestattet sein dürfte, entblödete sich dieser Tage nicht davor allen Ernstes Steuersenkungen nur für Frauen zu fordern.
Der Bild am Sonntag, die derartige Stilblüten mit einem zumindest innerlich dankbar breiten Grinsen aufgenommen haben dürfte, sagte sie, sie sei dafür die Einkommenssteuer für Frauen zu senken. Im Gegenzug sollte dann dafür die Belastung für Männer leicht angehoben werden.
Der wenig geneigte Mann, der diese Meldung zur Kenntnis nimmt, wird ob derartiger Einfaltigkeiten den Kopf schütteln. Dieser sitzt wahrscheinlich gerade irgendwo in dieser Republik und versucht noch einige Cent für ein kühles Blondes zusammenzukratzen, was ihm jedoch kaum gelingen mag, da die Unterhaltszahlungen an seine benachteiligte Frau seinen finanziellen Ruin bedeutet haben.
Er wird auch daran denken, daß seine emanzipierte Frau ihn einst verlassen hatte, nicht jedoch ohne ihm zuvor noch einmal gründlich die Hörner aufzusetzen. Dafür darf er dann auch gleich zahlen, denn wenn es um das liebe Unterhaltsgeld geht, dann war es das auch schon mit der Gleichberechtigung.
Der viel geprügelte Mann sieht sich in der Regel im Trennungs- und Scheidungsfall immensen Zahlungsforderungen gegenüber, die ihn nicht selten zur Verzweiflung bis hin zum Suizid treiben, während dem er hilflos mit ansehen muss, wie seine Verflossene mit ihrem neuen Lover in geschickter Weise die unterhaltsschädliche Eheähnliche Lebensgemeinschaft verschleiert. Und sehr oft verdient sie sich unter der Hand noch einige Hundert Euro dazu.
Dies alles könnte der Mann natürlich leicht mit der Beauftragung einer Detektei nachweisen. Nur kann er die leider nicht bezahlen, da er sein sein ganzes Geld bereits an seine Ex überwiesen hat.
Die Krone in dieser an einen Slapstick erinnernde Angelegenheit setzt diese Grüne dann noch mit zwei weiteren Hinweisen auf. Der erste Klops lautet, wenn Frauen finanziell besser gestellt werden, ermutigt das viel mehr Paare, Kinder zu bekommen. Wem diese Grünefrauen-Logik, wie kann es auch anders sein, völlig entgeht, da er leider darunter leidet, daß sein gesunder Menschenverstand angesichts grüner Frauenpolitik noch nicht völlig abhanden gekommen ist, für den hat sie auch schon eine weitere Begründung parat.
Sie beruft sich auf auf zwei Professoren. Und das klingt ja so gut. Einer davon ist Alberto Alesina von der US-Elite-Universität Harvard, der andere Andrea Ichino von der Universität Bologna. Sie hätten in einer Studie festgestellt, daß Steuersenkungen nur für Frauen deren Chancen auf Jobs erhöhen und langfristig die Arbeitsaufteilung innerhalb der Familie verändern würden.
Hierauf fallen mir ganz spontan gleich mehrere Repliken ein. Zum einen hat die Wissenschaft festgestellt, daß der Arsch die Hose hält, liebe Frau Hermenau, wenn ich denn überhaupt noch Frau sagen darf. Wenn Sie zwischen den Zeilen lesen können, dann wissen Sie ja, was dieses alte Sprichwort bedeutet.
Aber ich habe noch eine ganz andere tolle Idee, Frau Hermenau. Was halten Sie denn davon, wenn wir Männer uns alle einer kompletten Geschlechtsumwandlung unterziehen. Dies würde doch das Ganze wesentlich beschleunigen, vor allem wenn wir da auch gleich noch jedwede schmutzige erotische und sexuelle Fantasie mit herausoperieren.
Diese gelten zwar sowieso nicht gerade dem Hermenau-Frauentyp, aber ihr wollt ja den anderen, diesen femininen und erotischen, sich den Männern zu eurem großem Frust immer noch lustvoll hingebenden Frauentyp unbedingt ausrotten. Deshalb dieser Vorschlag.
Vielleicht aber solltet ihr euch derartige Studien und am besten noch andere dieser Professoren einmal genauer anschauen, bevor ihr in Zukunft wieder einmal Mostrich an die Öffentlichkeit verteilt. Von dort kommt nämlich auch die These, daß die Zulassung eines Niedriglohnsektors das Angebot der Kinderbetreuung und -hilfe, und damit die berufliche Mobilität der Frauen verbessern würde.
Wer soll denn eurer Ansicht diese unterbezahlten Jobs in Zukunft ausüben und widerspricht dies denn nicht eurer grünen Verhaltensethik - oder ist das dann nicht so schlimm, wenn diese Niedriglohnjobs von Männern ausgeübt werden.
Wenn das letztere stimmt, dann müßt ihr meinen Vorschlag umsetzen, denn dann ist die von euch augenscheinlich angestrebte Versklavung der Spezies Mann überhaupt kein Problem mehr.
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